Welches Material sollte eine Formatkreissäge haben?

Das Arbeiten mit einer Formatkreissäge erleichtert das Handwerken ungemein. Aus diesem Grund findet man sie nicht nur in professionellen Tischlereien, sondern durchaus auch bei ambitionierten Heimwerkern, die gerade ein Eigenheim bauen und vieles selber machen möchten. Da man mithilfe einer Formatkreissäge sogar Nuten fräsen kann, versucht sich der ein oder andere aber auch an Eigenkreationen in Sachen Möbel.
Aber ganz gleich, was man auch immer mit der Formatkreissäge vorhat; ob zersägen/zusägen/zerschneiden oder fräsen – das alles erzeugt Druck und erfordert eine stabile Gesamtkonstruktion…

Stabil sein ist alles

Die Formatkreissägen-Konstruktion darf trotz der angewendeten Kraft nicht ins Wanken geraten. Das Material der Kreissäge selbst muss also mindestens genauso stabil sein, wie das jeweilige Werkstück. Ein dünnes, instabiles Material würde aus dem professionellen Werkzeug ein Kinderspielzeug machen – von dem eklatanten Sicherheitsrisiko mal ganz abgesehen. Es kommt also nur ein robustes Material infrage. Eine schwere Stahl-Grauguss-Konstruktion ist da genau richtig.
Die Säge selbst wird aus gehärtetem Stahl gefertigt und die Sägetischoberfläche ist aus eloxiertem Aluminium. Diese robuste Gesamtkonstruktion macht zielgenaues Arbeiten erst möglich. Selbst mit den hochwertigsten Werkzeugen misslingen Präzisionsschnitte, wenn der Untergrund wackelig ist – „auf wackeligen Füßen stehen“ lässt selbst routinierte Handwerker verzweifeln. Die Verletzungsgefahr ist mindestens ebenso hoch wie die Wahrscheinlichkeit einer misslungenen Werksarbeit. Es muss also alles passen und von zusammengefrickelten Unterbaukonstruktionen der Marke Eigenbau ist dringend abzuraten.
Beim Kauf eines solchen Werkzeuges ist auch dringend auf die TÜV-Plakette oder das CE-Zeichen als Qualitätsnachweis zu achten. Nur so ist sichergestellt, dass das Gerät überhaupt in Deutschland zugelassen ist.

Nur in einem solchen Fall sollte überhaupt mit einer Formatkreissäge gearbeitet werden.
Am falschen Ende zu sparen ist äußerst risikobehaftet. Es gibt renommierte Unternehmen die sich auf solche Werkzeuge spezialisiert haben. Dort liegen entsprechende Erfahrungswerte zugrunde und bei Rückfragen hat man immer einen adäquaten Ansprechpartner. Auch in Sachen Ersatzteile, Zubehör oder Reparaturen ist das von großem Vorteil.
Man sollte Gefahrenquellen meiden und auf Nummer sicher gehen – eine solide Verarbeitung hat sich schon immer bewährt. Nur so macht das Handwerken Spaß und ist effizient. Ausserdem ist die Anschaffung eines qualitativ hochwertigen Werkzeuges eine langfristige Angelegenheit.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.