Wer braucht eine Formatkreissäge?

Die Formatkreissäge zählt zu den traditionellen Maschinen in der Tischlerei und wird üblicherweise zum genauen Zuschnitt von Holzwerkstoffen und von Massivholz verwendet. Mittlerweile wird das Gerät auch mehr für das Schneiden von Kunststoff und Nichteisenmetallen (z.B. Aluminium, Kupfer, Zink, Messing) eingesetzt. Handwerker benutzen diese besondere Art der üblichen Tischkreissäge in voluminösen Tischlereien, Betrieben für die Holzverarbeitung und Werkstätten. Nicht nur in der traditionellen Holzverarbeitung ist die Formatkreissäge anzutreffen. Mit ihnen ist auch das Fräsen von Nuten möglich und finden u.a. auch bei Möbelproduzenten, Fensterherstellern und Holzwerkstätten ihren Einsatz.

Einfaches Maschinenprinzip für Handwerker

Die Differenz zwischen traditionellen Tischkreissägen und der Formatkreissäge ist deutlich. Der Handwerker legt das zu schneidende Werkstück auf den Schiebetisch fest an und wird anschließend von ihm eben durch das Sägeblatt geschoben. Bei diesem Prinzip wird nicht nur die Schnittgenauigkeit beim Besäumen korrigiert, sondern auch die üblichen Parallel- und Formatschnitte. Dadurch entfällt das nachträgliche Ebnen und Positionieren des Holzes. Bei dieser Säge können auch ohne nachträgliche Arbeit genaue und einheitliche Längsschnitte sowie winkelförmige Querschnitte erzeugt werden. Dadurch wird eine große Zeitspanne eingespart, denn der Handwerker schafft in nur einem Arbeitsgang einen Schnitt zum Verleimen. Unbehandeltes Massivholz benötigt keinen freihändigen ersten und zweiten länglichen Schnitt durch das Sägeblatt. Die Kanten werden genauer. Zu beiden Seiten des Sägeblattes besitzt die Säge Anschläge. Damit können u.a. Platten eben aufgeteilt werden und mit einem additionalen Winkelanschlag besteht die Möglichkeit, 90 Grad Schnitte zu erzeugen. Für die Abmessungen der Schnitte zu justieren, stehen an der Säge Anschläge zur analogen und digitalen Anzeigenkontrolle bereit. Der Fuß- oder Handhebel dient in den meisten Fällen zur Justierung des Schwenkwinkels. Das Material wird mit einem Doppelrollwagen, einem elektrischen Schiebeschlitten oder manuell durch das Sägeblatt geschoben. Damit wird ein spezieller genauer Besäumschnitt erzeugt, eine Grundlage für die perfekte Weiterverarbeitung und ein wahrer Helfer in den unterschiedlichen Einsatzgebieten.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.