Hohlraumdübel: Anwendung und Tipps

verschiedene Dübel und Schrauben
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Hohlraumdübel werden für die Montage von schweren Gegenständen an Hohlraumwänden aus Gipskartonplatten verwendet. Die Dübel aus Metall und Kunststoff, kommen an der Wand an der Wand oder an der Decke zum Einsatz. Fachgerecht eingesetzt halten Hohlraumdübel Lasten bis 55 kg. Sie finden beispielsweise Verwendung bei der Montage von Flachbildschirmen, Dunstabzugshauben und Küchenoberschränken.

Gewöhnliche Spreizdübel halten nur bei Vollmauerwerk bzw. in Betonwänden. Sie halten durch Reibung. Bei Hohlraumwänden müssen hintergreifende Dübel verwendet werden. Der Dübel bekommt seinen Halt erst durch das Aufklappen bzw. die Aufspreizung hinter der Trockenbauplatte. Erst durch das Eindrehen der Schraube wird der Formschluss erzeugt. Erreicht die Schraube das Ende des Dübels wird dieser gespreizt oder aufgeklappt bzw. verknotet er sich.

Bei Kunststoffdübeln können Sie normale Holz- bzw. Spanplattenschrauben verwenden. Bei metallischen Dübeln kommen metrische Schrauben zum Einsatz. Der Dübel muss zur Wandstärke passen, damit sich der Kragen des Dübels gegen die Mauer abstützen kann. Nur so ist ein optimaler Halt gewährleistet.

Kunststoff oder Metalldübel

Hohlraumdübel gibt es in verschiedenen Ausführungen und Materialien. Hohlraumdübel gibt es auch mit Kipp- oder Federklapptechnik. Sie sind als Kunststoff- und Metalldübel im Handel erhältlich. Das Traggewicht eines Kunststoffdübels beträgt bis zu 40 Kilogramm. Bei einem Dübel aus Metall beträgt die Belastbarkeit bis zu 50 Kilogramm.

Für die sichere haltbare Montage spielen neben der Dübelbelastbarkeit auch die Tragkraft der Rigipswand und der Dübelabstand eine maßgebliche Rolle. Mehr als 50 Kilogramm pro Dübel hält auch der Gipskarton nicht. Bei Küchenschränken hat sich in der Praxis das Anbringen einer Schiene bewährt. So wird die Last gleichmäßiger verteilt.

Hohlraumdübel aus Kunststoff bestehen aus Nylon. Ihre chemische und thermische Beständigkeit ist ausgezeichnet. Sie rosten nicht und sind sehr gut dauerbelastbar. Gerade für nicht so schwere Wandobjekte eignen sie sich sehr gut. Metall-Hohlraumdübel eignen sich für schwere Lasten. Sie haben aber einen Nachteil. Ein fest verankerter Dübel ist nicht mehr komplett entfernbar. Den Dübel müssen Sie durchstoßen und in den Hohlraum fliegen lassen.

Montage von Hohlraumdübeln

Die Montage funktioniert wie bei jedem anderen Allzweck- oder Spreizdübel. Sie bohren ein Loch in die Wand, setzen den Dübel ein und drehen die Schraube ein. Einige Hohlraumdübel haben eine Sicherung, die das Mitdrehen, des Dübels im Bohrloch verhindert.

Bei Metalldübeln sind die passenden Schrauben zumeist beim Kauf der Dübel dabei. Die Dübel falten sich beim Anschrauben an sternförmig hinter der Wand auseinander. Zum sicheren und optimalen Befestigen gibt es spezielle Zangen.

Damit der Dübel korrekt, fest und sicher im Bohrloch sitzt, sollte er 1 Zentimeter länger als die Wand sein, in der er befestigt wird. Nur so erreicht die Schraube das Dübelende und kann den Formschluss herstellen.

Fazit

Welcher Trockenbaudübel schlussendlich zum Einsatz kommt, hängt immer von der erwarteten Belastung und der Unterkonstruktion ab. Ein Kunststoffdübel hält bei Gipskartonplatten mit einer Dicke von zumindest 12,5 mm etwa 20 kg. Der Metalldübel hält hingegen mit 30 kg doch um 10 kg mehr.

Bei Gipsfaserplatten spielt die Entscheidung zwischen Kunststoff- und Metalldübel keine so große Rolle. Kunststoffdübel halten bei Gipsfaserplatten mit der gleichen Stärke in etwa 50 kg Last pro Dübel.

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob die Kunststoffdübel für Ihr Montagevorhaben reichen, sollten Sie sich für den Einsatz von Metalldübeln entscheiden.