Was ist eine Metallbandsäge?

Der Bereich der Sägen ist breit gefächert und es gibt neben den Handsägen und Kreissägen auch sogenannte Bandsägen. Noch einmal eine Besonderheit ist die Metallbandsäge. Was eine solche Säge genau ist und wofür man sie verwendet, zeigen wir Ihnen hier.

Alle wichtigen Fakten zur Metallbandsäge im Überblick

  • Eine Metallbandsäge zeichnet sich durch ein geschlossenes Sägeband aus
  • Sie schneidet unterschiedliche Metalle und andere Materialien
  • Die Metallbandsäge schneidet Vollmetalle, Profile oder Bleche
  • Eine für Metall geeignete Bandsäge schneidet sehr exakte Kanten
  • Es gibt mobile und stationäre Metallbandsägen unterschiedlicher Preisklassen

Was genau ist eine Metallbandsäge – wie funktioniert sie?

Der große Unterschied zwischen klassischen Sägen (z. B. einem Fuchsschwanz, einer Laubsäge oder einer Kreissäge) besteht vor allem darin, dass die Metallbandsäge mithilfe eines Sägeblattes arbeitet, das einen geschlossenen Ring bildet. In seiner Form ähnelt das Sägeblatt also einem Band, welches um zwei sogenannte Umlenkrollen geleitet wird. Die Umlenkrollen werden durch Motorkraft angetrieben und sorgen dafür, dass sich das Metallbandsägeblatt bewegt. Dieser Basisaufbau ist bei allen Metallbandsägen gleich. Bei den klassischen Tischbandsägen ist die Rotation des Bandsägeblattes in vertikaler Richtung erkennbar. Es sind auch Metallbandsägen erhältlich, die eine vertikale Rotation des Sägeblattes zeigen. Diese Sägen werden vor allem in der professionellen Bearbeitung von Metall genutzt. Damit können Stahl, Eisen, Aluminium und andere Metalle exakt und sauber getrennt bzw. geschnitten werden.

Welche Hersteller bieten hochwertige Metallbandsägen an?

Der markt für Sägen ist groß und es gibt einige namhafte Hersteller, die auch Metallbandsägen im Sortiment haben. Zu den bekanntesten Anbietern für solche Spezialtischsägen zählen unter anderem:

  • Berg & Schmid
  • Bernardo
  • Epple
  • Femi
  • Güde
  • Optimum
  • Holzmann
  • Zimmer

Die Preise für Metallbandsägen reichen von einigen hundert Euro bis zu professionellen Maschinen für mehrere zehntausend Euro. Bei den teuersten Metallbandsägen handelt es sich meistens um Vollautomaten, die im Hochleistungsbereich eingesetzt werden. Solche Sägen werden mit einer ganzen Reihe von Zubehör angeboten. So gehören zur Ausstattung etwa:

  • Sägebänder
  • Werkstückzähler
  • Bandbruchkontrollen
  • Kühlmittelvorrichtungen
  • hydraulische Klemmungen
  • mechanische Sägeblattspannungen (mit hydraulischem Druck-Manometer)
  • Zufuhr-Rollenbahnen
  • Längsanschläge
  • ausführliche Betriebsanleitung

Verschiedene Ausführungen bei Metallbandsägen

Es gibt zwar unterschiedliche Ausführungen, einige Merkmale und Funktionen haben sie jedoch gemeinsam. Die Erklärung – eine Grundplatte sorgt für einen festen Stand und einen ruhigen Lauf. Sie sind üblicherweise auf einem robusten Metall hergestellt und verfügen über ein spezielles Eigengewicht. Der Sägebügel bildet den Mittelpunkt der Säge, in dem das Sägeblatt platziert ist. Zum Sägen ist das in der Regel aus Bimetall hergestellte Teil mit einer Seitenverzahnung ausgestattet. Über einen Elektromotor wird das Bank angetrieben und umrundet im inneren Teil des Sägebügels einige Rollen, die oftmals mit Kugellagern versehen sind. Dadurch wird der ruhige Lauf der Maschine garantiert. Das Sägen wird ermöglicht, wenn das in einer Richtung rotierende Sägeband an das Werkstück herangeführt wird. Die Metallbandsägen werden in zwei Grundtypen unterschieden: mobile und stationäre Geräte.

Metallbandsägen – mobile oder feststehende Geräte

Für den stationären Einsatz sind die Maschinen mit einem Untergestell ausgerüstet. Mobile Geräte sind besonders für den Transport an unterschiedlichen Orten geeignet und fungieren perfekt auf Baustellen. Dabei ist die Transportsicherung ein besonderes Merkmal. Der Sägebügel kann so fixiert werden, damit er beim Transport als Tragegriff zur Verfügung steht. Manche mobilen Geräte besitzen eine Fahreinrichtung und sind damit beweglich. Auch beim Sägebügel gibt es Differenzen hinsichtlich Handhabung und Ausstattung. Kompakte Geräte lassen eine manuelle Bewegung und Ausrichtung zu. Große Standgeräte besitzen eine gesonderte Hydraulik, die den Sägearm automatisch absenkt. Der Sägebügel lässt sich bei tragbaren als als bei Standgeräten schwenken. Durch die Einstellung des Schnittwinkels sind alle beliebigen Gehrungsschnitte zu vollziehen.

Fazit – Metallbandsäge für ambitionierte Heimwerker und Profis

Falls Sie häufiger mit Metall arbeiten, sollten Sie über die Anschaffung einer Metallbandsäge nachdenken. Diese Geräte gibt es schon für relativ wenig Geld, aber it viel hochwertiger Technik und sinnvollen Funktionen. Mit dieser Bandsäge schneiden Sie exakte Kanten und können unterschiedliche Schnittformen auswählen. Solche Metallbandsägen gibt es als transportable Maschinen mit wenig Gewicht. Durch ihre kompakte Bauweise passen sie auch in kleinere Werkstätten oder Hobbyräume. Die Anschaffung einer Metallbandsäge ist für Profis ein Muss, für Hobbyheimwerker ein Plus.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.