Auf was man bei einem Akkuschrauber achten muss

Bits eines Akkuschraubers
Foto: pilotL39 / depositphotos.com

In Zeiten der Digitalisierung nimmt das herkömmliche Handwerk einen immer kleiner werdenden Posten ein. Doch dies ist ebenfalls die Krux an der Entwicklung. Denn das Handwerk wird wichtiger denn je. Gerade Haushalte verzweifeln daheim nicht selten bei kleineren handwerklichen Arbeiten oder Reparaturen. Damit man sich nicht für die kleinsten Arbeiten Hilfe ins Haus holen muss, sollte man an seinen beiden linken Händen arbeiten. So können letztlich auch unnötige Kosten eingespart werden. Eines der Handwerkzeuge, die jede Person im Haus haben sollte, ist der Akkuschrauber. Allein schon beim Aufbauen von Möbelstücken kann der Akkuschrauber die Arbeit drastisch erleichtern. Doch worauf sollte man beim Kauf eines Akkuschraubers achten?

Den richtigen Akkuschrauber kaufen

Normalerweise könnte man denken, dass es heute ein Leichtes ist, sich einen Akkuschrauber zu beschaffen. Dies ist auch theoretisch der Fall. An der Quantität und an den Bestelloptionen sollte es letztlich nicht hapern. Doch es könnte schnell an der Qualität scheitern. Bei dem großen Angebot sieht man nicht selten den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auch die Bestseller der unterschiedlichen Shops sind keine Indikatoren für gute Qualität. Immerhin kaufen viele Menschen heute nach Masse oder „Hauptsache billig“. Vergleichsportale wie akkuschrauber.com bieten in dieser Hinsicht vielerlei Möglichkeiten der Bewertung, die im Vorfeld eruiert werden sollten. Schon ein paar kleine Tipps können die Wahl des richtigen Akkuschraubers für den normalen Hausgebrauch erleichtern.

Spannung: Die meisten Akkuschrauber verfügen über einen Lithiumionen-Akku. Sofern der Schrauber nur für kleinere Arbeiten im Haus gebraucht wird, reichen 7,2 Volt. Bei größeren und aufwendigeren Arbeiten sollten es schon 14,4 Volt sein. Für den Hausgebrauch sollten diese Werte ausreichend sein. Es gibt außerdem auch noch 18 Volt-Akkuschrauber, die preislich höher angesiedelt sind. Diese sind jedoch nicht zwingend notwendig und werden größtenteils für Heimtätigkeiten kaum ausgeschöpft.

Drehmomentbegrenzung: Gerade Personen, die schon häufiger geschraubt haben, wissen, dass eine Drehmomentbegrenzung die Arbeit angenehmer gestaltet. Somit dreht sich die Schraube zu keiner Zeit zu tief ins Holz. Und auch das Handgelenk wird beim Schrauben geschont.

Akkukapazität: Billige Akkuschrauber können bei der Akkukapazität häufiger unter 2 Ah liegen, wovon dringend abzuraten ist. Besser wären Akkuschrauber mit 4Ah. Dies sollte für mindestens 400 Schrauben ausreichend sein. Ebenfalls sollte man auf die Ladezeit achten. Je geringer diese ist, umso schneller kann weitergearbeitet werden.

Zwei Gänge: Der Akkuschrauber sollte über zwei Gänge verfügen. Mit dem langsamen Gang können Schrauben kräftig verschraubt werden. Der schnelle Gang dient zum effektiven Bohren.

Geld sparen beim Akkuschrauber

Akkuschrauber gibt es in vielen Preiskategorien. Für den herkömmlichen Gebrauch sind meistens jedoch nur Schrauber aus der mittleren Preissektion von Relevanz. Das Werkzeug sollte dennoch die Arbeiten optimal und effizient bewerkstelligen. Ebenso ist es immens wichtig, dass der Akkuschrauber auch lange durchhält. Aus diesem Grund gibt es regelmäßig eine Prüfung von Werkzeugen durch den TÜV. Hier kann bereits im Vorfeld abgewogen werden, welche Modelle praktikabel sind und welche über eine lange Lebenszeit verfügen. Zudem können hierbei nämlich oftmals große Abstriche gemacht werden. An allererster Stelle sollte die Leistung stehen, die jedoch in Relation zum Vorhaben gegenübergestellt werden sollte. Ist man ein Einsteiger, ein Heimwerker oder gar ein Profi? Einsteigermodelle gibt es schon für wenig Geld. Jedoch ist die Leistung dementsprechend gering, was einen Einsteiger aber nicht für sein Vorhaben abschrecken sollte. Oftmals reichen günstige Akkuschrauber in solchen Fällen vollkommen aus. Modelle für Einsteiger umfassen in der Regel Spannungen ab 3,6 Volt. Diese können ihren Zweck zwar erfüllen, sind jedoch in Sachen Leistung arg limitiert. Demnach empfehlen sich Akkuschrauber-Modelle ab 12 Volt.

Alles in allem ist die richtige Wahl des Akkuschraubers elementar. Wie bei vielen anderen handwerklichen Gerätschaften, gilt auch beim Akkuschrauber: „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Nicht nur der Fakt, dass die Geräte schneller kaputtgehen, spielt hierbei eine Rolle. Auch die Leistung der schwachen Geräte könnte mitunter nicht ausreichen, um die Arbeiten effektiv zu erledigen.

Über Hobbyschrauber 597 Artikel
Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.