Rasen mulchen

Rasenmähermulcher
Der Rasenmäher Mulcher hat keinen Fangkorb. Der Rasenschnitt verteilt sich auf dem Rasen - Foto: Photocreo / depositphotos.com

Diejenigen, die eine gepflegte und dichte Rasenfläche ihr Eigen nennen möchten, sollten sich einmal über das Rasen mulchen näher informieren. Dieses bietet nämlich einige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Mähen des Rasens und hilft dabei, perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Mulchen – Was bedeutet das überhaupt?

Wenn ein Rasen gemulcht wird, bedeutet dies, dass der erzeugte Rasenschnitt auf der Fläche, die bearbeitet wurde, liegen gelassen wird. Der geschnittene Rasen fällt durch die noch stehenden Grashalme hindurch. Hier findet in kurzer Zeit die Zersetzung zum wertvollen Humus statt. Die verbrauchten Nährstoffe werden dadurch dem Boden zurückgegeben. Deswegen muss ein Rasen, der gemulcht wurde, nicht so häufig und intensiv gedüngt werden, als wenn er auf konventionelle Art mit dem Rasenmäher geschnitten wird. Die dünne Schicht aus Mulch sorgt ebenfalls davor, dass Feuchtigkeit gebunden und die Temperatur ausgeglichen wird. An heißen Tagen besteht dann eine geringe Gefahr, dass der Rasen austrocknet und in den kalten Monaten kann der Frost nicht so tief in die Erde eindringen – dadurch werden die Wurzeln des Rasens geschützt.

So funktioniert das Rasen mulchen

Es ist für das Mulchen des Rasens nicht ausreichend, das Grad einfach wie gewohnt zu mähen und das Schnittgut dann darauf liegen zu lassen. Denn durch Rasenmäher werden häufig sehr große Partikel produziert, wodurch der abgeschnittene Rasen verklumpt. Diese feuchten, großen Klumpen bleiben dann auf der Oberfläche des Rasens liegen – dadurch kann sich Fäule bilden und die Pflanzen bekommen nicht mehr ausreichend Licht. Deswegen muss, um wirklich gute Ergebnisse durch das Mulchen zu erzielen, das passende Werkzeug und die richtige Technik angewendet werden.

Empfehlenswert ist dabei die Nutzung eines Rasenmähers, der über eine Mulchfunktion verfügt, oder ein sogenannter Mulchmäher. Die Funktionsweise dieser Werkzeuge ist identisch mit der eines Sichelmähers, allerdings wird das Schnittgut durch einen zusätzlichen Schnitt stark verkleinert.

Das Mähen des Rasens muss in kurzen Abständen hintereinander erfolgen, um diesen erfolgreich zu mulchen. In den Phasen, in denen der Rasen sehr schnell wächst, sollte das Mähen pro Woche mindestens zwei Mal durchgeführt werden.

Es ist unbedingt notwendig, dass beim Mulchen des Rasens eine trockene Witterung herrscht. Das Schnittgut kann durch nasses Gras nämlich verklumpen und so nicht zu den Grashalmen am Boden vordringen und sich hier wie gewünscht zersetzen. Der Rasen sollte also in kürzeren Abständen gemäht werden, allerdings nicht so kurz wie üblich geschnitten werden.

Rasen mit Humus mulchen

Es besteht auch noch eine weitere Möglichkeit, um eine Rasenfläche zu mulchen. In diesem Fall muss der Rasenschnitt gesammelt und kompostiert werden. Im Anschluss wird dieser auf die Grasnarbe aufgetragen. Diese Methode ist verglichen mit der zuvor genannten allerdings wesentlich aufwendiger. Der Rasenschnitt muss für ein paar Tage auf dem Rasen getrocknet werden, denn ein frischer Rasenschnitt ist für das Kompostieren nicht geeignet. Durch Gärungsprozesse wird das feuchte Schnittgut stark erwärmt und es kommt zur Fäulnis. Dadurch entsteht kein brauchbarer Humus und der Geruch, der sich dabei entwickelt, ist ebenfalls unangenehm.

Ein guter Tipp ist es, das trockene Gras mit anderen Abfällen, wie beispielsweise Abfällen aus der Küche, auf den Kompost zu legen. Rasenschnitt sollte nie für sich alleine kompostiert werden. Der frische Rasenschnitt kann zum Kompostieren mit trockenen Holzschnitzeln vermischt werden, dann ist ein direktes Kompostieren auch nach dem Mähen möglich.

Der Humus, der durch diesen Prozess entsteht, kann dann auf dem Rasen verteilt und in die Grasnarbe mit leichtem Druck eingearbeitet werden. Wenn der Humus eine zu fettige Konsistenz hat, kann dieser mit Sand vermischt werden, um ihn besser verteilen zu können.

Der Verbrauch an Dünger kann durch das Mulchen stark reduziert werden. Denn durch dieses Vorgehen werden dem Boden die wichtigsten Nährstoffe, welche durch das Wachstum des Rasens entzogen wurden, wieder zugeführt. Dadurch können Mulchmäher Kosten einsparen, sowie zeitintensive Arbeit.

Diejenigen, die keine Lust haben den Rasen in regelmäßigen Abständen selbst zu mähen, können auch auf einen Mähroboter zurückgreifen. Diese führen das Rasenmähen nahezu ohne Unterbrechung aus, schneiden dabei von den Grashalmen allerdings nur die kleinen Spitzen ab. Der Schnitt bleibt hier automatisch auf dem Rasen liegen und kann so zum Mulchen verwendet werden.

Kann das Mulchen des Rasens zu jeder Zeit durchgeführt werden?

Ja, denn das Mulchen des Rasens bietet sowohl im Sommer als auch im Winter Vorteile. Allerdings ist es wichtig, dass der Rasen nur im trockenen Zustand bei trockenen Witterungsbedingungen gemäht wird, da der Rasenschnitt sonst verklumpt.

Wie kann der Rasen gemulcht werden?

Es ist zum einen möglich, den Rasen in regelmäßigen, kurzen Abständen zu Mähen – unter der Nutzung einer speziellen Mulchfunktion – und ihn so zu mulchen, zum anderen kann der Rasenschnitt aber auch kompostiert werden und dann zum Mulchen verwendet werden.

Welche Vorteile bietet das Mulchen?

Das Mulchen des Rasens sorgt für eine schöne und dichte Rasenfläche. Es ist nicht mehr nötig, den Rasen intensiv und häufig zu düngen, da dies durch das Mulchen übernommen wird. Außerdem wird der Boden im Winter durch das Mulchen vor Schäden durch Frost geschützt.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.