Wie laut ist eine Metallbandsäge?

Auch wenn sie ein echtes Arbeitstier ist, eine Metallbandsäge kommt im Mittel auf einen Schalldruck von ca. 70 – 75 dB. Dies ist im Gegensatz zum Arbeiten mit einem Winkelschleifer angenehm leise. Der Hintergrund liegt darin, dass die Kraft des Sägebandes gleichmäßig auf das Werkstück übertragen wird. Das Sägeband frisst sich dann – vorausgesetzt es werden die Herstellerangabe zu den Höchstmaßen des Werkstückes eingehalten – wie durch Butter. Verkantungen durch Durckdifferenzen wie beim Sägen von Hand oder unliebsame Vibrationen, welche zusätzliche Geräuschemissonen verursachen, bleiben damit aus. Zum Schutz des eigenen Gehörs ist es jedoch erforderlich, die Angaben der Herstellers zum exakten Produkt zu beachten. Zum Vergleich: in einer Disco herrschen üblicherweise um die 100 dB, der Geräuschpegel einer durchschnittlichen Kantine liegt bei 65 dB und ein Rasenmäher bei 70 dB. Auch wenn die Durchschnittslautstärke in der Regel nicht als störend empfunden wird, hängt der genaue Schalldruck und damit auch die Lautstärke von vielen Faktoren ab. Dazu zählt die Leistung der Metallbandsäge, die Art und Form des zu verarbeitenden Material, die Eigenschaften des Metalls (ist das Metall hart oder weich?), die Art des Sägens (Gehrung oder nicht) und die Dicke des Werkstücks? Auch die Geschwindigkeit, mit der das Sägeband das Material bearbeitet wirkt sich direkt auf die Lautstärke aus. Nicht zuletzt ist die Lautstärke abhängig von den äußeren Umstände, unter denen gearbeitet wird. Fragen die in diesem Kontext zum eigenen und zum Schutz von Mitarbeitern oder Umfeld beantwortet werden sollten sind dabei im Wesentlichen: Steht die Metallbandsäge in einer Werkhalle, in der der Schalldruck reflektiert wird? Ist ohnehin schon eine hohe Untergrundlautstärke gegeben? Wie oft und lange wird die Metallbandsäge genutzt? Auch eine Lautstärke von 70 db kann über viele Stunden und über einen langen Zeitraum gesehen irreparable Schäden am Gehör verursachen. Das Tragen eines Gehörschutze ist damit, auch wenn es aus Aspekten der Arbeitssicherheit nicht zwingend erforderlich wäre, ein sicheres Mittel tätigkeitsbedingte Hörschäden zu verhindern.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.