Energie- und kosteneffizient mit Dachventilatoren

Im Sommer heizt sich ein Dach stark auf
Foto: SmitBruins via Twenty20

Jeder möchte ein komfortables Zuhause und die Belüftung eines Hauses ist eine wichtige Komponente dafür. Deshalb kommt wohl auch kaum jemand an einer Dachbelüftung vorbei. Ist das Dach gut belüftet, ist das eigene Heim auch komfortabel. Wer das nicht glaubt, sollte daran denken, dass sich ein Dachboden bis auf 70 Grad Celsius in heißen Sommern aufheizen kann. Die angestaute Wärme verteilt sich schnell im ganzen Haus und schon benötigt man die Klimaanlage. Wie schön wäre da doch ein Dachventilator, der die Temperatur senkt und damit auch die Energiekosten für die Klimaanlage. Der Dachventilator belüftet und kühlt das Dach, damit die Klimaanlage nicht so häufig zum Einsatz kommen muss und das Haus trotzdem kühl bleibt.  

Dachventilatoren in Lüftungsanlagen

In der Regel sind Dachventilatoren fester Bestandteil von Lüftungsanlagen, die mechanisch betrieben werden. Sie bieten Unterstützung für die natürliche Raumluft, indem sie eine ganz bestimmte Menge an verbrauchter Luft aus den Innenräumen abführen. Dadurch wird eine konstante Luftqualität gewährleistet. Durch den Lüfter strömt die Luft hindurch und wird in eine vorgegebene Richtung geleitet. Dafür wird kinetische Energie genutzt, die vom Rotor bereitgestellt wird. Er ist an den elektrischen Motor gekoppelt. Diese Energie verleiht der Luft die Geschwindigkeit, die zum Abtransport benötigt wird. 

Dachventilatoren sind dabei nur eine Möglichkeit für den Einsatz in Lüftungsanlagen. Es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten. Dachventilatoren werden eingesetzt in den Abluftanlagen der mechanischen Lüftung. Hier wird die frische Luft mittels eines Luftverteilers oder ganz speziellen Öffnungen für die Zuluft zugeführt. Alternativ kann es auch ein Zuluftventilator sein. Die verbrauchte Luft wird über einen Abluftventilator, der verbunden ist mit einem Rohrsystem, welches in alle Räumlichkeiten führt, abgeführt, damit frische Luft zugeführt werden kann. Alternativ kann eine separate Luftabfuhr aus jedem einzelnen Raum erfolgen. Dafür braucht es dann aber mehrere Dachventilatoren. 

Relativ neu, aber inzwischen schon häufig eingesetzt werden Hybridinstallationen. Sie beinhalten neben der mechanischen Lüftung auch eine Schwerkraftlüftung. Der Ventilator wird nur in Betrieb genommen, wenn sich etwa eine große Anzahl an Menschen in den Räumlichkeiten befinden, die einen großen Bedarf an frischer Luft haben. Das Gleiche gilt für Industriehallen, die eine höhere Verunreinigung der Luft aufgrund des Einsatzes von Maschinen haben. 

Vorteile von Dachventilatoren

Für die Installation von Dachventilatoren braucht es keinen zusätzlichen Raum, was für die meisten Häuser ein großer Vorteil sein dürfte. Für die Wartung muss der Ventilator nicht demontiert werden, sodass sie sich kostenmindernd und einfach gestaltet. Das Gehäuse ist so gebaut, dass es nicht demontiert werden muss, um an die wichtigsten Teile zu kommen. Die vorgenommenen Wartungsarbeiten stören auch niemanden im Haus oder der Industriehalle, denn sie wird auf dem Dach ausgeführt. Die Kosten für die Lüftungsanlage werden reduziert, denn Ab- und Zulufthauben sind nicht mehr notwendig. Ist der Dachventilator gut konzipiert worden, kann er durchaus seine Betriebsbedingungen selbst verbessern, indem er den Wind und die herrschende Temperatur ausnutzt. 

Nachteile von Dachventilatoren

Natürlich hat ein Dachventilator auch Nachteile. Wesentlich sind die zusätzlichen Kosten für den Stromverbrauch. Jeder Dachventilator benötigt Energie, um arbeiten zu können. Ausgleichend wirkt sich da die Entwicklung immer effizienterer Motoren und Ventilatoren aus, die meist mittels Photovoltaikanlage betrieben werden. Diese Anlage erzeugt die benötigte Energie und sorgt gleichzeitig für eine effiziente Steuerung. 

Die richtige Wahl

Wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Dachventilators dürfte seine Leistungsfähigkeit sein. Darüber hinaus sind auch die Art des Luftauslassens, die Windpressung, der Rotor, das Material des Gehäuses, die Lärmbelästigung und die Temperatur wesentlich. Die verschiedenen Modelle haben große Unterschiede, die man kennen sollte. Meist handelt es sich um Radial- oder Axiallüfter. Während sich der Axiallüfter für das Durchpressen der Niederdruckluft eignet, streut der Radiallüfter die Luft an den Seiten heraus. Beim Axiallüfter ändert sich die Richtung der ausströmenden Luft nicht, wenn sie durch den Rotor muss. Die Schaufeln des Radiallüfters jedoch lassen eine Richtungsänderung zu, indem die Luft an der Seite austritt und dann zum Austritt weitergeleitet wird. Radiallüfter finden ihren Einsatz dort, wo viel Leistung und eine hohe Pressung verlangt werden. 

Arten von Dachventilatoren

Je nach Ausblasrichtung oder der Art der zu transportierenden Luft werden die Dachventilatoren unterschieden. Ist die Luft nicht verunreinigt und wird die Abluft nicht mit der sauberen Zuluft vermischt, werden Dachventilatoren mit horizontaler Ausblasrichtung eingesetzt. Ausnahmen bilden lediglich die Rauchabzugsventilatoren. Dachventilatoren mit vertikaler Ausblasrichtung schleudern die Abluft viele Meter in die Höhe. Das kann dazu führen, dass diese in die Nachbarschaft geschleudert wird. Gewisse Entfernungen sind daher zwingend. Gegen Regen sind Dachventilatoren generell geschützt, sodass kein Wasser hineingelangen kann. Vielfältige Lösungen sind in jeder Hinsicht heute möglich, sodass für jedes Haus und jede Industriehalle der passende Dachventilator gefunden werden kann. 

 

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.