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Was Sie vor dem Kauf eines Wintergartens wissen sollten

Wintergarten
Foto: rolandsp / depositphotos.com

Wintergärten werden seit einiger Zeit immer beliebter. Viele Menschen möchten Teile ihres Gartens auch im Winter nutzbar machen oder ihren Lebensraum effektiv vergrößern. Wer sich für einen Wintergarten entscheidet, muss einige Faktoren berücksichtigen. Worauf es dabei ankommt, soll in diesem Artikel näher erläutert werden.

Die wichtigsten Punkte in Kürze

  • Eine gute Planung ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg des Projekts.
  • Als Bauherr sollten Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über die Art des Wintergartens (unbeheizt, leicht beheizt oder voll beheizt) machen, denn spätere Änderungen sind oft sehr teuer zu realisieren.
  • Wenden Sie sich immer an die örtliche Baubehörde, bevor Sie ein Bauprojekt beginnen.
  • Fachfirmen sind teuer, aber sie sind der beste Weg, um große Kostenfallen zu vermeiden.

Die Planung ist entscheidend

Wer einen Wintergarten kaufen möchte, sollte sich vor dem Kauf Gedanken über die Grundlagen des Bauwerks machen. Es empfiehlt sich, eine Skizze der Abmessungen anzufertigen, bevor Sie mit dem Bau beginnen. Die zukünftige Inneneinrichtung sollte sorgfältig bedacht werden, da sie den späteren Platzbedarf bestimmt. Die Skizze zeigt auch, ob der Wintergarten erfolgreich in den Gartenbereich integriert werden kann.

Beim Bau eines Wintergartens werden häufig einfache Dinge übersehen. Dazu gehören Dinge wie die Verkabelung und ein Sonnenschirm für heiße Sommertage. Da die meisten Wintergärten aus Glas bestehen, heizen sie sich schnell auf. Abkühlung versprechen nur ein guter Sonnenschutz und große, zu öffnende Fenster.

Wenn die Maße und die gewünschte Ausführung erst einmal feststehen, ist es Zeit für die ersten Angebote. Dazu kann man sich entweder an einen Fachbetrieb wenden oder die angegebenen Maße in verschiedene Internetportale eingeben. Als Bauherr können Sie sich einen Überblick über die Preise verschaffen. Die Preise werden von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Neben der Größe und dem Design spielen auch das gewünschte Material und die Ausstattung eine wichtige Rolle.

Vollbeheizt, leicht beheizt oder unbeheizt: Welcher Wintergarten ist der richtige?

Je nachdem, wie der Wintergarten genutzt wird, sollte er eventuell auch über eine Heizung verfügen. Diejenigen, die sich für einen unbeheizten Wintergarten entscheiden, werden deutlich geringere Kosten haben. Allerdings wird dieser Wintergarten im Winter nur selten genutzt und dient lediglich als Lagerraum für Pflanzen und Gartengeräte. In den meisten Fällen ist eine Nutzung als Wohnraum nicht möglich.

Auch der leicht beheizte Wintergarten ist für die Wohnnutzung ungeeignet. Kälteempfindliche Pflanzen können samt Pflanzkübel dagegen in einem leicht beheizten Wintergarten entspannt durch den Winter gebracht werden.

Ein voll beheizter Wintergarten ist vollständig dem Wohnraum zuzurechnen und kann auch im Winter problemlos genutzt werden. Aufgrund der überwiegend schlechten Wärmedämmung sollten die Heizkosten für einen Wintergarten jedoch nicht unterschätzt werden. Es empfiehlt sich, auf eine gute Isolierung zu achten.

Vermeiden Sie kostspielige Fehler: Baugenehmigung ja oder nein

Bevor Sie mit dem Bau Ihres Traumwintergartens beginnen, müssen Sie sich zunächst mit der örtlichen Baubehörde beraten. Je nach Bebauungsplan kann für einen Wintergartenanbau eine Baugenehmigung erforderlich sein. Zu ihrem Leidwesen müssen Hausbesitzer häufig mehrere Wochen auf die Erteilung der Genehmigung warten. Nichtsdestotrotz ist dies ein entscheidender Schritt. Illegal gebaute Wintergärten können schnell zu einer finanziellen Belastung werden. Wenn die Baubehörde den illegalen Bau entdeckt, hat sie die Befugnis, den Abriss anzuordnen, und die ganze Arbeit wäre umsonst gewesen.

Mit fachmännischer Hilfe zum Ziel

Viele Hobby-Handwerker werden aus Kostengründen in Versuchung kommen, den Wintergarten selbst zu bauen. Das Problem ist, dass der Bau eines Wintergartens äußerst kompliziert ist und zahlreiche Variablen zu berücksichtigen sind.
Es lohnt sich daher in jedem Fall, die Hilfe einer Fachfirma in Anspruch zu nehmen und diese zumindest das Bauprojekt begleiten zu lassen. Auf diese Weise lassen sich kostspielige Fehler vermeiden.

Fazit

Trotz der hohen Kosten wünschen sich viele Hausbesitzer einen Wintergarten und setzen dieses Vorhaben auch um. Das liegt unter anderem an dem Naturgefühl, das ein schön angelegter Wintergarten vermittelt. Ein weiterer vorteilhafter Nebeneffekt ist die Wertsteigerung des Hauptwohnsitzes und des zusätzlichen Wohnraums. Die Umsetzung sollte jedoch immer sorgfältig geplant werden.