Was tun, wenn die Sicherung ständig herausspringt?

Elektriker repariert Kurzschluss
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Dass die Sicherung herausspringt und der Strom im ganzen Haus schlagartig ausgeht, kann einmal passieren. Kommt dies hingegen ständig vor, ist eine ernsthafte Ursachenforschung angesagt. Im Idealfall können Bewohner die Ursache finden und die richtige Gegenmaßnahme erfolgreich einleiten.

Warum kommt es zu einem Kurzschluss?

Ein Kurzschluss tritt auf, wenn der fließende Strom im Leitungsnetz nicht mehr auf ausreichend Widerstand stößt, der im Normalfall von allen Bauteilen im Stromkreis ausgeübt wird. Ohne den Widerstand ist die Stromzufuhr um ein Vielfaches erhöht. Der sogenannte Kurzschlussstrom überfordert das Leitungsnetz, woraufhin der im Stromkasten verbaute Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) eine sofortige Abschaltung des Stromnetzes im Haus veranlasst. Andernfalls könnte es zu schweren Leitungs- und Geräteschäden bis hin zum Hausbrand kommen. Bringen Sie unsere Lösungsvorschläge nicht weiter? Der Elektriker in der Nähe hilft.

Die Gründe für einen Kurzschluss

Ein Kurzschluss kann auf verschiedene Weise passieren. In vielen Fällen können Bewohner das Problem selbstständig lösen.

Überlastung

Die Überlastung ist der denkbar einfachste Fall. Hierbei entsteht der Kurzschluss dadurch, dass mehr Strom durch das Hausnetz fließt, als dieses verkraften kann. Der erste Gang von Betroffenen führt zum Stromkasten. In der Regel sollte der Strom wieder funktionieren, wenn die Bewohner den Leistungsschutzschalter (LS-Schalter) wieder aktivieren, der bei Überlastung den Stromkreislauf unterbricht.

Vorher sollte das Stromnetz durch das Ausschalten nicht benötigter Geräte entlastet werden, da die Überlastung der Grund für den Kurzschluss gewesen war. Besonders viel Strom verbrauchen Starkstromgeräte, zu denen der Herd, Kühlschrank und Wäschetrockner sowie die Waschmaschine und Spülmaschine gehören. Manchmal liegen die Probleme aber tiefer und es kommt ständig und scheinbar willkürlich zu Kurzschlüssen.

Leitungsschäden

Der Strom fließt durch die Stromkabel, sodass die Leitungen den Prozess des fließenden Stroms unterstützen und nicht behindern sollten. In einfachen Fällen können geknickte oder verknotete Leitungen die Ursache für den Kurzschluss sein. Das lässt sich schnell wieder herrichten. Tiefer liegt das Problem, wenn die Kabel veraltet sind oder Haus- und Nagetiere die Leitungen angeknabbert haben. In diesem Fall sollten die Leitungen ausgetauscht und durch neue Leitungen ersetzt werden.

Zu lange Leitungen können ebenfalls die Ursache für die Störung sein, da lange Leitungen zu mehr Widerstand im Stromnetz führen. Widerstand führt zu Erwärmung und ab einem bestimmten Maß kann der Sicherungsschalter eine mögliche Gefahr identifizieren und mit einem Abschalten der Leitungen reagieren. Kürzere Kabel sorgen deshalb für Abhilfe, während in schweren Fällen der Elektriker hilft. Ernsthafte Schäden an den Kabeln lassen sich durch Schmauchspuren, einen verbrannten Geruch, irritierende Geräusche und Funken erkennen.

Feuchtigkeit und Schmutz an Steckdosen

Dass sich Strom und Feuchtigkeit nicht vertragen, weiß jedes Kind. Dennoch gibt es typische Faktoren, die unbeabsichtigt dazu führen, dass die Energie mit Nässe in Berührung kommt. Dabei kann sich zum Beispiel im Badezimmer nach einem Bad aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit Dunst an den Steckdosen bilden oder in der Küche, wenn eine Dunstabzugshaube fehlt. Wer nach dem Baden oder Kochen feuchte Stellen an der Steckdose feststellt, sollte als Steckdosenschutz eine Sicherheitsklappe erwerben.

Eine andere Gefahrenquelle ist Schmutz, zum Beispiel nach Handwerksarbeiten im Hobbyraum. Auch hier schützt eine Sicherheitsklappe an der Steckdose das Stromnetz vor einem ungewollten Kontakt. Grundsätzlich können Schmutz und Dunst einen Schmierfilm bilden, der die Pole in der Steckdose miteinander verbindet, was die Unterbrechung im Stromnetz auslösen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Steckdose regelmäßig gereinigt wird und möglichst nicht älter als 15 bis 25 Jahre ist.

Wann sollte der Elektriker geholt werden?

Die meisten Kurzschlüsse treten infolge einer einmaligen Überlastung des hauseigenen Stromnetzes auf. In diesen Fällen können Betroffene das Problem schnell und gefahrlos lösen. Sind die Ursachen schwerwiegender und liegen beispielsweise in defekten Leitungen und Steckdosen begründet, sollten Bewohner ihre handwerklichen Fähigkeiten realistisch einschätzen, bevor sie sich unnötig in Gefahr begeben oder bei ihren Lösungsversuchen das Problem verschärfen. Ein Elektriker sorgt für Abhilfe und sollte erwogen werden, wenn einfache Lösungen, wie wir diese in diesem Ratgeber vorgestellt haben, das Problem nicht beheben können.

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Der "Hobbyschrauber" Kai W. ist unser verantwortlicher Redakteur. Mit vielen Jahren Erfahrung in handwerklichen Bereichen (Feinmechanik, Metallverarbeitung/Fensterbau, Möbel- und Küchenmontage, sowie hausmeisterliche Tätigkeiten) kennt der verantwortliche Redakteur dieser Seite sich bestens mit den verschiedenen Gerätschaften aus und betreibt schon seit 2016 diverse Projekte zum Thema Wohnen, Bauen, Immobilien und Garten. Dieses Wissen nutzt er nun, um einen großen Ratgeber zum Thema Handwerkszeug auf die Beine zu stellen.